Pflege-Tipps für Keramikgeschirr – So bleibt es lange schön

Pflege-Tipps für Keramikgeschirr – So bleibt es lange schön

Handgemachtes Keramikgeschirr ist mehr als nur funktional. Es ist Ausdruck von Stil, Persönlichkeit – und manchmal sogar ein kleines Stück Zuhause. Damit Teller, Tassen und Schalen auch nach vielen Mahlzeiten so schön bleiben wie am ersten Tag, lohnt sich ein bewusster Umgang.

Die gute Nachricht: Keramik ist robust. Doch ein paar Dinge sollte man beachten, um Farbe, Form und Oberfläche langfristig zu schützen. Hier kommen unsere wichtigsten Tipps zur Pflege und Aufbewahrung – für Keramik, die bleibt.

1. Ja, es darf in die Spülmaschine – aber bitte mit Gefühl

Unsere Keramik ist spülmaschinenfest. Das bedeutet: Du kannst sie im Alltag ganz bequem reinigen, ohne dir Sorgen machen zu müssen.

Trotzdem empfehlen wir – besonders bei Stücken mit matter oder strukturierter Glasur – ein schonendes Programm. 45 bis 55 Grad reichen völlig aus. Verwende nach Möglichkeit umweltfreundliche, sanfte Spülmittel, da aggressive Reiniger auf Dauer die Oberfläche leicht aufrauen oder stumpf wirken lassen können.

Und wenn du Zeit hast: Ab und zu ein Abwasch per Hand mit warmem Wasser und einem weichen Schwamm tut der Keramik gut. Sie wird es dir danken.

2. Bitte nicht: Tassen ineinander stapeln, wenn sie noch feucht sind

Ein oft unterschätzter Punkt – und ein echter Gamechanger in Sachen Pflege: Keramikgeschirr sollte nach dem Spülen gut trocknen, bevor es ineinander gestellt oder gestapelt wird.

Vor allem bei stark färbenden Lebensmitteln wie Tomatensauce, Curry, Sojasauce oder Kaffee kann es passieren, dass Farbrückstände durch feuchte Kontaktstellen in die Glasur der darunterliegenden Stücke eindringen. Besonders matte Glasuren oder helle Töne reagieren hier empfindlich.

Tipp: Lass das Geschirr nach dem Spülen kurz an der Luft trocknen oder wisch es sanft ab. Lagere stark beanspruchte Teile (z. B. Kaffeetassen oder Müslischalen) nach Möglichkeit mit Zwischenlage – z. B. einem weichen Tuch oder Filzpad.

3. Vermeide starke Temperaturschocks

Keramik liebt Beständigkeit – auch bei der Temperatur. Ein plötzlicher Wechsel von sehr heiß zu sehr kalt (oder umgekehrt) kann Spannungen im Material erzeugen und im schlimmsten Fall zu Haarrissen führen.

Vermeide deshalb Folgendes:

  • eine kalte Schale direkt mit kochendem Wasser befüllen

  • ein heißes Geschirrstück in kaltes Spülwasser legen

  • Keramik direkt aus dem Kühlschrank in den heißen Ofen stellen

Tipp: Lass das Geschirr kurz Raumtemperatur annehmen, bevor du es starken Temperaturen aussetzt – das erhöht seine Lebensdauer deutlich.

4. Sanft zur Glasur: Keine kratzenden Schwämme oder Stahlwolle

Auch wenn es verlockend ist: Bitte verwende zur Reinigung keine metallischen Schwämme, Drahtbürsten oder raue Scheuermittel. Diese können Glasuren beschädigen – insbesondere bei handgefertigter Keramik mit natürlicher Oberfläche.

Ein weiches Tuch oder ein Schwamm reicht völlig aus. Eingetrocknete Reste kannst du kurz einweichen – Keramik hat Geduld.

5. Aufbewahren mit Achtsamkeit

Wer sein Geschirr stapelt, sollte darauf achten, dass es nicht zu fest aufeinander liegt. Besonders bei Stücken mit erhabenen Strukturen oder unregelmäßigen Formen kann Druck über längere Zeit zu kleinen Schäden führen.

Empfehlung: Leg zwischen die Stücke dünne Filzunterlagen oder weiche Tücher. So vermeidest du Abrieb, Mikrokratzer oder Glasurabplatzungen – vor allem bei langjähriger Lagerung.

Wenn du deine Lieblingsstücke in offenen Regalen aufbewahrst, kannst du gleichzeitig dekorieren – und durch gelegentliches Abstauben pflegen.

6. Für Verfärbungen gibt es Hausmittel

Sollten sich trotz aller Vorsicht leichte Verfärbungen zeigen – z. B. durch Tee, Kaffee oder Gewürze – hilft meist ein sanftes Hausmittel:

Backpulver oder Natron mit etwas Wasser zu einer Paste verrühren, auf die betroffenen Stellen geben, einwirken lassen und mit einem weichen Tuch abreiben. Danach gut abspülen.

Diese Methode ist besonders hilfreich bei hellen Innenflächen von Tassen oder Schüsseln.

Fazit: Kleine Rituale, große Wirkung

Keramikgeschirr ist gemacht für den Alltag. Und doch verdient es einen liebevollen Umgang. Wer bewusst damit umgeht, profitiert doppelt: von seiner Schönheit – und seiner Langlebigkeit.

Es sind oft die kleinen Handgriffe, die über Jahre hinweg den Unterschied machen. Und vielleicht ist genau das das Schöne an handgemachter Keramik: Sie verlangt nicht viel – aber sie gibt umso mehr zurück.

Zurück zum Blog